Bildungswerk-Blog

Autor: Sebastian Schulz (Seite 1 von 2)

Das Ende einer langen Reise – Ulrich Alexander Boschwitz’ Exilliteratur als literarische Wiederentdeckung

Von Larissa Plath

V.l.: Eugen Verenin und Peter Graf (Foto: Sebastian Schulz).

Mit diesem Roman schließt sich eine Lücke in der Literaturgeschichte: Erstmals im Jahre 1939 unter dem Pseudonym ‚John Crane‘ in England und ein Jahr später auch in den USA erschienen, gibt es Ulrich Alexander BoschwitzDer Reisende seit diesem Frühjahr nun endlich auch in deutschsprachiger Fassung zu lesen. Im Gedenken an die Novemberpogrome vor 80 Jahren und als Teil einer umfangreichen Veranstaltungsreihe zu diesem Thema bot das Katholische Bildungswerk in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge und der Buchhandlung v. Mackensen einen literarischen Abend rund um das nahezu in Vergessenheit geratene Werk des deutsch-jüdischen Schriftstellers – eine Möglichkeit, Boschwitz’ Roman (neu) zu entdecken.

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80 Jahre Novemberpogrome

Von Elena Daj

In der Nacht zum 10. November 1938 Jahren fand sie statt: die Reichspogromnacht, oder auch „Kristallnacht“ genannt. Juden im ganzen Deutschen Reich wurden überfallen, jüdische Läden und Wohnhäuser geplündert, Synagogen zerstört. Auch in Wuppertal brannten die zwei Synagogen, an der Genügsamkeitstraße in Elberfeld und an der Scheurenstraße (heute: Zur Scheuren) in Barmen. Anlässlich des traurigen Jubiläums organisierte die Begegnungsstätte Alte Synagoge eine thematisch ausgerichtete Veranstaltungsreihe. Ein Programmpunkt war auch die in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk durchgeführte Lesung zum Roman „Der Reisende“ vom deutsch-jüdischen Autor Ulrich Alexander Boschwitz.

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Tranformation von unten oder von oben? – Die vielen Seiten der „Sharing-Economy“

Von Sebastian Schulz

In Großstädten sind es Trends, die sich schon etabliert zu haben scheinen: Erste Ansätze waren Carsharing-Angebote, aufkommendes Foodsharing, um Nahrungsmittelüberschüsse wertgerecht zu verteilen. All das ist Teil eines Konzeptes, das heute als „Sharing-Economy“ bezeichnet wird. Bei der inzwischen fünften Veranstaltung der Vortrags- und Diskussionsreihe „Über die Welt und Gott“ des Katholischen Bildungswerkes in der Citykirche Elberfeld sollte dieses Phänomen im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit beleuchtet werden.

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Lateinamerika als Inbegriff der Flucht

Von Sebastian Schulz

Man blickt in Gesichter, die seelisch gezeichnet zu sein scheinen und auf Orte, die banal wirken, jedoch ihr Grauen erst mit den Worten der Beteiligten und Betroffenen offenbaren. Die aktuell laufende Fotoausstellung von Øle Schmidt in der Utopiastadt wäre ohne einen kenntlichen Kontext schwer zu begreifen und beweist, dass der Europäische Blick auf zurückgehende Flüchtlingsbewegungen in heimischen Gebieten ein sehr eingeschränkter ist.

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Sorgen für das gemeinsame Haus

Von Janina Zogass

In der Veranstaltungsreihe „Über die Welt und Gott“ ging es um planetarische Grenzen und Ernährungssouveränität

Anfang Juni sind Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Experten in der Elberfelder CityKirche zusammengekommen, um sich gemeinsam Gedanken über Fragen zu machen wie zum Beispiel „Woher kommt das Essen auf meinem Teller und wie wurde es produziert?“, „Was ist mit meiner Kleidung?“ und „in welchem Zusammenhang steht unser Lebensstil mit Begriffen wie Klimawandel und den sogenannten planetarischen Grenzen?“ Anlass dieser Begegnung war die Veranstaltung „Wasser und Brot. Gesucht: Nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft. Ob das Gesuchte nun gefunden werden konnte, soll dieser Erfahrungsbericht aufzeigen. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Über die Welt und Gott“, die das Katholische Bildungswerk in Kooperation mit dem Wuppertal Institut und der Citykirche Elberfeld  auf die Beine stellt – dieses Jahr mit dem thematischen Schwerpunkt Klimawandel Klimagerechtigkeit.

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Große Texte – Wie Jesus Christus, Karl Marx und Milton Friedman warnten und prophezeiten

Von Sebastian Schulz

Was würde Marx sagen, wenn er unsere globale Gesellschaft von heute zu Gesicht bekommen würde? Sein Geburtstag jährt sich in diesem Jahr zum 200. Mal und allein der Umstand, dass wir dessen gedenken, spricht für sein Wirken bis heute. Doch nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts stellt sich die Frage, ob Werke wie „Das kommunistische Manifest“ oder „Das Kapital“ von Marx und Engels heute ein Leitwerk darstellen oder eher eine Perspektive geben können; ein Gedankengang, der auch für andere Werke mit ähnlichen Auswirkungen auf das menschliche Denken gilt. Wie wir diese Texte lesen und heute interpretieren, versuchte das Katholische Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid in Kooperation mit der Citykirche Elberfeld und dem freischaffenden Künstler Olaf Reitz herauszufinden.

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Gesucht aber noch nicht gefunden – eine nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft

Von Sebastian Schulz

Dass die nationale, aber auch globale Landwirtschaftspolitik ihren ökologischen Zenit eigentlich schon überschritten hat, dürfte den meisten Menschen bereits aufgefallen sein. Flächenerschließung anstelle von Aufarbeitung der landwirtschaftlich genutzten Flächen, steigende Emissionen und chemische Überdüngung sind nur einige Merkmale unsere Nahrungsindustrie, was die Frage aufwirft: Wo bleibt das Umdenken?

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Mutter, Gott und Ich – Michael Stavarič las im Luisenviertel

Von Janina Zogass

Anlässlich der Wuppertaler Literatur Biennale hat es den österreichisch-tschechischen Schriftsteller Michael Stavarič Mitte Mai von seiner Wahlheimat Wien ins bald 1000 Kilometer entfernte Wuppertal verschlagen: „Ja – eine richtige Weltreise war das!“, ruft der studierte Publizist und Kommunikationswissenschaftler aus und ist sichtlich erleichtert, dass er jetzt angekommen ist: In Wuppertal. Im Luisenviertel. In der Viertelbar, einer Studentenkneipe par exellence, wo er nun bei schummrigem Licht und vor einer Wand, patinagrün, vor ihm ein volles Glas Weißwein, aus seinem neusten Roman Gotland vorlesen wird. In der Ecke steht der Kicker. Nach einer kurzen Begrüßung und thematischen Einführung durch Dr. Katja Schettler vom Katholischen Bildungswerk beginnt die Lesung.

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„Ist die Welt, so wie sie ist, gut?“

Von Sebastian Schulz

V.l.: Katja Schettler (Katholisches Bildungswerk), Autor Jonas Lüscher, Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels (Bild: Sebastian Schulz).

„Das ist es, was mich an Figuren interessiert: diese Zerrissenheit, diese Ambivalenzen und eben auch ihre Schwächen“. So beschrieb der Schweizer Autor Jonas Lüscher die Herangehensweise an sein Buch „Kraft“ von 2017. Anlässlich der nun zu Ende gegangenen Wuppertaler Literatur Biennale stellte sich Jonas Lüscher der Zuhörerschaft im Katholischen Stadthaus Wuppertal. Und es stimmt, was die Süddeutsche Zeitung im Februar 2017 schrieb: „so wohltuend ist der Laserblick eines Jonas Lüscher, der unsere Gegenwart mit einem eisigen Sengstrahl analysiert“.

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