Bildungswerk-Blog

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Ruhelosigkeit in wörtlicher Form

Von Sebastian Schulz

Amal ist 15, als sie sich von den aus unserer Sicht simpelsten Freuden verabschieden muss. Denn in ihrem Heimatland Somalia waren es vor allem die einfachen Dinge, die es einem ermöglichten, die eigenen Freuden zu erkennen. Der morgendliche Ruf des Muezzin zum Gebet oder der Klang der Landeshymne als Beispiele für die einfachen Freuden des jungen Mädchens verschwinden, als die „Patronenmänner“ die Kontrolle in ihrem Heimatdorf übernehmen. Dass es sich bei diesen Männern um islamistische Milizionäre handelt, verdeutlicht sich sehr schnell und verweist auch auf die immer noch vorherrschende Situation im Land am Horn von Afrika. Lesen Sie weiter

Schmökern am Rhein

Von Katia Marcucci

Die Sonne strahlt wieder, es ist an der Zeit seine Wintersachen beiseite zu räumen und die eigenen 4 Wände zu verlassen. Dafür bietet sich die Büchermeile, in der nicht weit von Wuppertal liegenden, Düsseldorfer Altstadt wunderbar an. Dreimal im Jahr, dieses Mal am 06. und 07. Mai 2017, von 11-20 Uhr, haben Buchbegeisterte die Chance, an der Rheinuferpromenade zu stöbern und vielleicht sogar den ein oder anderen Schatz für ihre Buchsammlung zu finden. Entscheidet man sich für den eigentlich nicht sehr Lesen Sie weiter

Deutsch mal anders

Von Katia Marcucci

In geselliger Runde sitzen die Zuhörer mit Tomer Gardi und Matei Chihaia, Professor der Romanistik an der Bergischen Universität Wuppertal, in der Buchhandlung v. Mackensen. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, dem Autor ihre Fragen zu seinem Roman Broken German zu stellen. Mit seinem strahlenden und äußerst sympathischen Lächeln verzaubert Tomer die Gäste sofort. Trotz seiner leichten Aufregung hören alle gespannt zu. Um ein Verständnis für diesen Roman zu bekommen, muss einem bewusst werden, dass dieser kein gewöhnlicher ist. Der Sprachstil unterscheidet sich Lesen Sie weiter

Laufen, Lernen, Lachen

Von Jana Turek

Mit der Rente fängt das Leben erst an? Ganz so ist es vielleicht nicht, aber der dritten Lebensphase fällt immer mehr Bedeutung zu. Der demografische Wandel verändert die Gesellschaft. Sie wird also immer älter. Umso wichtiger ist hier das „Wie“: Wie soll diese Lebensphase aussehen? Wie kann sie gestaltet werden? Als Vorsitzender der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.) geht Franz Müntefering diesen Fragen nach und möchte sie stärker in den Lesen Sie weiter

Von dem Kontrollverlust über die Sprache

Von Nadine Wichmann

Tomer Gardi und sein Roman Broken German

Da sitzt er, Tomer Gardi, in seinem schwarzen Blouson mit Tiger-Print, mit seinem wilden Haar, dem Bart und seinem breiten Lachen. Nur etwa 30 Leute haben sich in der Buchhandlung v. Mackensen eingefunden, um die Lesung des Romans Broken German zu erleben. Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Matei Chihaia der Universität Wuppertal. Er eröffnet ihn mit der Ankündigung, dass dieser Abend dazu da sei, um das Buch UND den Autor kennenzulernen.

So richtig klappt das letzten Endes aber noch nicht.

Das Buch, ein experimenteller Roman, oder vielmehr eine Sammlung von Kurzgeschichten, die miteinander verknüpft sind, ist ein Krisenroman. Es geht um den jungen Immigranten Radili Lesen Sie weiter

Heimat nirgendwo. »Die Welt von gestern«

Von Katja schettler

Zum 75. Todestag von Stefan Zweig

Foto: Olaf Schettler

Stefan Zweig war Kosmopolit und überzeugter Europäer. Geboren 1881 in Wien zählt er zu der Generation, die in einem Leben mehrfach radikale Umbrüche erfährt – oder wie Stefan Zweig in »Die Welt von gestern« formuliert: »vulkanische Erschütterungen« prägten sein Leben. Einer dieser Umbrüche und Erschütterungen ist der Verlust der Heimat, der Heimat in der deutschen Sprache und der europäischen Kultur. Dieser Verlust ist für ihn unwiderruflich. 1942 scheidet er gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte im Exil in Brasilien aus dem Leben. Lesen Sie weiter

Superhelden

Von Katia Marcucci

Was heißt hier heldenhaft?

Foto: Gregor Eisenmann

Jeder kennt und liebt sie. Sie haben unfassbare Kräfte, retten Menschen und sorgen, mit ihrer Tapferkeit und Nächstenliebe, für den Glauben an die Gerechtigkeit. Silvia Munzón López und Marco Wohlwend greifen in ihrer Lesung „Heldenhaft angerührt“, im alten Bahnhofswartesaal Mirke, des heutigen Kunst- und Kulturbrennpunktes Utopiastadt, die Eigenschaften der Superhelden auf und zeigen anhand einiger Texte und Geschichten, wie auch ganz normale Menschen zu Heldentaten in der Lage sind. Lesen Sie weiter

Die Ästhetik des gebrochenen Deutsch

Von Sebastian Schulz

„Es ist eine schöne Sprache“, sagte Tomer Gardi nach der Lesung seines Buches „broken german“ im Luisenviertel. Der in einem Kibbuz in Galiläa geborene Autor spricht hier allerdings nicht etwa von derjenigen deutschen Sprache, die im Unterricht gelehrt wird. Sondern ihn fasziniert jene deutsche Sprache, die im persönlichen Kontakt und mit vielen lingualen Einflüssen entsteht; und Tomer Gardi weiß, wovon er da spricht. Denn Deutsch Lesen Sie weiter

Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen?

Von Nadine Wichmann

Hanya Yanagihara und der unendliche Schmerz

© 2017 Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag München

Täglich geschehen irgendwo auf der Welt traumatisierende Dinge. Krieg und Flucht sind heutzutage offensichtliche Gründe, doch es gibt immer noch genügend Menschen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Laut WHO-Statistik leidet allein in Europa jeder 15. an schweren Depressionen. 18 Millionen Kinder wurden sexuell missbraucht, 44 Millionen Kinder körperlich misshandelt.

Was das für das eigene Seelenheil bedeutet, lässt sich als Nichtbetroffener nicht einmal annähernd erahnen. Depressionen, Verdrängung, Selbstzerstörung – der unerträgliche Wunsch, seinem Leiden endlich ein Ende zu setzen. Dies alles existiert, aber oftmals wird darüber geschwiegen. Es sind noch immer Tabuthemen, auch in unserer heutigen liberalen Gesellschaft. Doch in Kunst, Film und Literatur finden sie einen Ort, an dem sie die Menschen erreichen können. Betroffene, die sich verstanden fühlen, die sehen, dass sie nicht allein sind. Menschen Lesen Sie weiter

Die Wahrheit im Fremden suchen

Von Sebastian Schulz

Seine eigene Spiritualität und Religiosität identifizieren. Für Christen scheint das ein Grund zu sein, in die Kirche zu gehen oder das Gespräch mit Geistlichen zu suchen. Im Fall von Muslimen mag es das Studium des Qur’an und das Gebet sein und im Falle von jüdischen Mitbürgern die Thora. Dabei scheinen jegliche Meinungen über den eigenen Stand zur eigenen Religion festzustehen. Bei so manchem Glaubensangehörigen entsteht sogar eine weit grundlegenderes Verständnis im Umgang mit der eigenen Religion. In manchen Fällen mag es sogar Lesen Sie weiter

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