Bildungswerk-Blog

Schlagwort: Aufruhr (Seite 2 von 4)

Es geistert ein Luther auf der Wartburg herum…

Von Sebastian Schulz

Das könnte tatsächlich angenommen werden, wenn man den Worten des Kieler Autors Feridun Zaimoglu lauscht. Es erscheint fast schon unheimlich, wenn der Autor von der Alltagsstimme in die Lesestimme verfällt und die Worte des fiktiven Landsknechtes Burkhard durch den Saal hallen. Denn der Soldat ist während Martin Luthers Aufenthalt auf der Wartburg zu dessen Schutz abgestellt. Ab 1521 befindet sich der Mönch aus Wittenberg unter dem geheimen Schutz des Lesen Sie weiter

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„Wie wollen wir leben?“

Von Nadine Wichmann

Migration damals und heute

In Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD 2016 als zweitstärkste Kraft in den Parteitag einzog, sind rund 50 Prozent der Einwohner Nachkriegsflüchtlinge. Scheinbar scheint man dort, aber auch generell in Deutschland, diese Zuwanderung nicht im Bewusstsein verankert zu haben. Dabei ist es die Auseinandersetzung mit eben dieser Migration, welche uns in der heutigen Zeit womöglich helfen kann. Lesen Sie weiter

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Gegensätze ziehen sich an…

Katia Marcucci

…auch bei der Wortwahl, wie Feridun Zaimoglu bei seinem diesjährigen Werk „Evangelio“ beweist. So verschieden und doch zusammengehörend erscheinen dem Leser die sprachliche neuhochdeutsche Eleganz des 16. Jahrhunderts, gepaart mit einer Vulgarität, die einen im Nu in die dunkle Zeit Luthers auf der Wartburg versetzt. Es handelt sich schlicht und ergreifend um „ein sprachliches Ereignis“, wie Radio Vatikan Zaimoglus aktuellen Roman lobt. Über 20 Werke hat er bereits veröffentlicht, darunter Bestseller wie „Leyla“ und „Liebesbrand“. Lesen Sie weiter

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Sichtbar werden

Von Sebastian Schulz

Jugendlichen die Graffiti-Kunst vermitteln. Viele denken da an ‚Schmiererei‘ oder sogar Sachbeschädigung. Aber Graffiti ist, in die richtige Bahnen gelenkt, ein durchaus verbreitetes Konzept der künstlerischen Darstellung. Die Verbindung zum öffentlichen Raum ohne Schranken spielt hier eine wichtige Rolle. Denn was in der Öffentlichkeit das Auge erreicht, kann auch mit einer Botschaft versehen werden.

Workshops für Jugendliche sind immer verbunden mit einem Ziel oder einer Aufgabe. Dass es im Fall des Workshops des Katholischen Bildungswerkes Lesen Sie weiter

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Deutsch mal anders

Von Katia Marcucci

In geselliger Runde sitzen die Zuhörer mit Tomer Gardi und Matei Chihaia, Professor der Romanistik an der Bergischen Universität Wuppertal, in der Buchhandlung v. Mackensen. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, dem Autor ihre Fragen zu seinem Roman Broken German zu stellen. Mit seinem strahlenden und äußerst sympathischen Lächeln verzaubert Tomer die Gäste sofort. Trotz seiner leichten Aufregung hören alle gespannt zu. Um ein Verständnis für diesen Roman zu bekommen, muss einem bewusst werden, dass dieser kein gewöhnlicher ist. Der Sprachstil unterscheidet sich Lesen Sie weiter

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Von dem Kontrollverlust über die Sprache

Von Nadine Wichmann

Tomer Gardi und sein Roman Broken German

Da sitzt er, Tomer Gardi, in seinem schwarzen Blouson mit Tiger-Print, mit seinem wilden Haar, dem Bart und seinem breiten Lachen. Nur etwa 30 Leute haben sich in der Buchhandlung v. Mackensen eingefunden, um die Lesung des Romans Broken German zu erleben. Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Matei Chihaia der Universität Wuppertal. Er eröffnet ihn mit der Ankündigung, dass dieser Abend dazu da sei, um das Buch UND den Autor kennenzulernen.

So richtig klappt das letzten Endes aber noch nicht.

Das Buch, ein experimenteller Roman, oder vielmehr eine Sammlung von Kurzgeschichten, die miteinander verknüpft sind, ist ein Krisenroman. Es geht um den jungen Immigranten Radili Lesen Sie weiter

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Heimat nirgendwo. »Die Welt von gestern«

Von Katja schettler

Zum 75. Todestag von Stefan Zweig

Foto: Olaf Schettler

Stefan Zweig war Kosmopolit und überzeugter Europäer. Geboren 1881 in Wien zählt er zu der Generation, die in einem Leben mehrfach radikale Umbrüche erfährt – oder wie Stefan Zweig in »Die Welt von gestern« formuliert: »vulkanische Erschütterungen« prägten sein Leben. Einer dieser Umbrüche und Erschütterungen ist der Verlust der Heimat, der Heimat in der deutschen Sprache und der europäischen Kultur. Dieser Verlust ist für ihn unwiderruflich. 1942 scheidet er gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte im Exil in Brasilien aus dem Leben. Lesen Sie weiter

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Superhelden

Von Katia Marcucci

Was heißt hier heldenhaft?

Foto: Gregor Eisenmann

Jeder kennt und liebt sie. Sie haben unfassbare Kräfte, retten Menschen und sorgen, mit ihrer Tapferkeit und Nächstenliebe, für den Glauben an die Gerechtigkeit. Silvia Munzón López und Marco Wohlwend greifen in ihrer Lesung „Heldenhaft angerührt“, im alten Bahnhofswartesaal Mirke, des heutigen Kunst- und Kulturbrennpunktes Utopiastadt, die Eigenschaften der Superhelden auf und zeigen anhand einiger Texte und Geschichten, wie auch ganz normale Menschen zu Heldentaten in der Lage sind. Lesen Sie weiter

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Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen?

Von Nadine Wichmann

Hanya Yanagihara und der unendliche Schmerz

© 2017 Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag München

Täglich geschehen irgendwo auf der Welt traumatisierende Dinge. Krieg und Flucht sind heutzutage offensichtliche Gründe, doch es gibt immer noch genügend Menschen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Laut WHO-Statistik leidet allein in Europa jeder 15. an schweren Depressionen. 18 Millionen Kinder wurden sexuell missbraucht, 44 Millionen Kinder körperlich misshandelt.

Was das für das eigene Seelenheil bedeutet, lässt sich als Nichtbetroffener nicht einmal annähernd erahnen. Depressionen, Verdrängung, Selbstzerstörung – der unerträgliche Wunsch, seinem Leiden endlich ein Ende zu setzen. Dies alles existiert, aber oftmals wird darüber geschwiegen. Es sind noch immer Tabuthemen, auch in unserer heutigen liberalen Gesellschaft. Doch in Kunst, Film und Literatur finden sie einen Ort, an dem sie die Menschen erreichen können. Betroffene, die sich verstanden fühlen, die sehen, dass sie nicht allein sind. Menschen Lesen Sie weiter

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Die Nürnberger Prozesse

Von Sebastian Schulz

Die Aufarbeitung läuft

Sowohl die Nürnberger Prozesse als auch die Nachfolgeprozesse sind eine tiefe Auseinandersetzung mit einem verbrecherischen Teil der deutschen Vergangenheit. Doch die tatsächliche Aufarbeitung gerade in der Justiz ist noch eher jung. Professor Dr. Norbert Frei von der Universität Jena legte im Zuge einer Veranstaltungsreihe zu den Nürnberger Prozessen in Wuppertal eine umfangreiche Übersicht über Daten und Ergebnisse der Prozesse vor. Lesen Sie weiter

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