Bildungswerk-Blog

Schlagwort: Begegnungsstätte Alte Synagoge

Wie aus Antijudaismus Antisemitismus wurde – Nazis im Nahen Osten

Von Sebastian Schulz

„Eigentlich müssten in Deutschland im Hinblick auf die Umstände alle Warnleuchten blinken“, erklärt Dr. Matthias Küntzel, als er die Zusammenfassung seines neuesten Werkes „Nazis und der Nahe Osten“ beginnt. Dass wir uns in der Bundesrepublik allein schon mit Antisemitismus auseinander setzen müssen, ist bereits lange und zuletzt auch durch den Anschlag in Halle deutlich geworden. Das allein wäre bereits prekär genug, doch nach Generationen der Zuwanderung unter anderem aus dem Nahen Osten müssen wir feststellen, dass in Teilen eine Art von Antisemitismus wieder erstarkt, der in seiner Rhetorik auch Wurzeln in der Propaganda des „Dritten Reichs“ hat.

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Formen der Erinnerung: Lesung und Gespräch zu Dana von Suffrins Roman „Otto“

von Larissa Plath

Die eigene Geschichte ist das, wozu man sie macht. „Endet unsere Geschichte hier?“, fragt sich die Ich-Erzählerin Timna, als sie zusammen mit ihrer Schwester den kranken Vater über Monate hinweg täglich im Krankenhaus besucht. Bei Dana von Suffrin liegt dort der Ausgangspunkt ihres Romans Otto, in dem die Vergangenheit der Figuren immer gegenwärtig ist. Im Rahmen einer Lesung und eines ergänzenden Gesprächs mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. Luisa Banki gab die Autorin an einem Abend Ende Januar nicht nur Einblicke in die Welt von Otto und seinen beiden Töchtern, sondern auch in den Entstehungsprozess ihres literarischen Debüts.

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Diplomatie zwischen Siegern und Besiegten – Der überforderte Frieden

Von Sebastian Schulz

Prof. Dr. Jörn Leonhard Bild: Sebastian Schulz).

Professor Dr. Jörn Leonhard hat sich einen Namen gemacht. Als Professor für westeuropäische Geschichte an der Universität Freiburg und als Mitglied diverser Vereinigungen – u.a der Royal Historical Society in London oder seit 2015 in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften – gelingt ihm eine extrem detaillierte Einsicht in die Geschehnisse der neueren und neuesten Geschichte. Mit seinem neuesten literarischen Werk „Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918-1923“ knackt der Historiker die Eintausendfünfhundert-Seiten-Marke. Sein begleitender Vortrag in der Elberfelder Citykirche Ende Juni zeigte, warum dies seine Gründe hat.

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Das Erinnern nicht Vergessen: Lesung und Gespräch mit der Autorin Mirna Funk

Von Larissa Plath

Das Buchcover von Mirna Funks Debütroman Winternähe ziert eine Abbildung verschiedener, einander überlappender Texturen – darunter graue, harte Felsen, blauer, weich fließender Stoff und glänzendes Metall – vor einem hellblauen, wolkendurchzogenen Himmel. Eben diese Vielschichtigkeit ist es, die im Roman auf unterschiedliche Weise thematisiert wird, sei es mit Blick auf die Vergangenheit oder die Gegenwart der deutsch-jüdischen Geschichte. An einem Abend Ende Januar, zwei Tage nach dem ,Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust‘ lädt das Katholische Bildungswerk zu einer Lesung und einem Gespräch mit der Autorin ein.

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Das Ende einer langen Reise – Ulrich Alexander Boschwitz’ Exilliteratur als literarische Wiederentdeckung

Von Larissa Plath

V.l.: Eugen Verenin und Peter Graf (Foto: Sebastian Schulz).

Mit diesem Roman schließt sich eine Lücke in der Literaturgeschichte: Erstmals im Jahre 1939 unter dem Pseudonym ‚John Crane‘ in England und ein Jahr später auch in den USA erschienen, gibt es Ulrich Alexander BoschwitzDer Reisende seit diesem Frühjahr nun endlich auch in deutschsprachiger Fassung zu lesen. Im Gedenken an die Novemberpogrome vor 80 Jahren und als Teil einer umfangreichen Veranstaltungsreihe zu diesem Thema bot das Katholische Bildungswerk in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge und der Buchhandlung v. Mackensen einen literarischen Abend rund um das nahezu in Vergessenheit geratene Werk des deutsch-jüdischen Schriftstellers – eine Möglichkeit, Boschwitz’ Roman (neu) zu entdecken.

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80 Jahre Novemberpogrome

Von Elena Daj

In der Nacht zum 10. November 1938 Jahren fand sie statt: die Reichspogromnacht, oder auch „Kristallnacht“ genannt. Juden im ganzen Deutschen Reich wurden überfallen, jüdische Läden und Wohnhäuser geplündert, Synagogen zerstört. Auch in Wuppertal brannten die zwei Synagogen, an der Genügsamkeitstraße in Elberfeld und an der Scheurenstraße (heute: Zur Scheuren) in Barmen. Anlässlich des traurigen Jubiläums organisierte die Begegnungsstätte Alte Synagoge eine thematisch ausgerichtete Veranstaltungsreihe. Ein Programmpunkt war auch die in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk durchgeführte Lesung zum Roman „Der Reisende“ vom deutsch-jüdischen Autor Ulrich Alexander Boschwitz.

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Christlich-jüdischer Dialog – Pessach und Ostern als Grundlage?

Von Sebastian Schulz

Der Versuch, Pessach und Ostern als Grundlage eines Dialogs zwischen Menschen jüdischen und christlichen Glaubens zu sehen, scheint auf den ersten Blick auf der Hand zu liegen: zentrale religiöse Feiertage, welche chronologisch sogar in der Bibel miteinander verhaftet sind. Doch die zugrunde liegenden Schriften sind teilweise nur über viele Ecken oder sogar über konfliktreiche Kontexte miteinander verbunden. Lesen Sie weiter

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