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Schlagwort: Buchhandlung v. Mackensen (Seite 1 von 2)

Individueller Wohlstand im Zeichen der Klimakrise – Die Flut steigt

Von Sebastian Schulz

Dystopie ist das Stichwort, wenn man sich mit den noch recht aktuellen Werken von Ulrich Peltzer, Alexander Schimmelbusch und John Ironmonger auseinandersetzt. Dass die utopischen und ideellen Gesellschaftsbilder des 20. Jahrhunderts zu Beginn des 21. in eine entgegen gerichtete Richtung umschlagen, rückt in literarischer Form in das Licht der kollektiven Aufmerksamkeit. Jakob van Hoddis Worte von 1911 „Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut“ im viertenVers seines Gedichtes „Weltende“ bekommen über einhundert Jahre später eine erschreckend treffende, neue Bedeutung.

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»Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut«. Von der Suche nach einem guten Leben

LEKTÜRESPUREN: »Das bessere Leben« von Ulrich Peltzer«, »Hochdeutschland« von Alexander Schimmelbusch und »Der Wal und der Ende der Welt« von John Ironmonger

Von Katja Schettler

Das Eis der Polarregionen schmilzt und lässt den Meeresspiegel ansteigen: im Zeitraum von 1993 bis 2011 im weltweiten Durchschnitt jährlich um mehr als drei Millimeter. Für Laien hört sich das wenig an. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn »mehr als drei Millimeter« ist etwa doppelt so schnell wie der Anstieg im 20. Jahrhundert. Die Folgen sind verheerend; Flutkatastrophen nehmen zu. Nicht nur fern von uns – zum Beispiel auf den Inseln der Tropen –, sondern auch in Europa, an deutschen Küsten: Auf der Insel Sylt muss jedes Jahr frischer Sand angebaggert werden, weil die Fluten die Insel abtragen. Klimaforscher sehen die Ursache hierfür in der globalen Erderwärmung – und diese sei größtenteils menschengemacht.

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Und überall lauern Geschichten: Lesung und Gespräch mit Saša Stanišić

Von Larissa Plath

„Ich bin sehr froh, dass dieses Buch erledigt ist.“ In der Stimme von Saša Stanišić schwingt Erleichterung mit, Erleichterung darüber, diese Art der „Selbstbefragung“, wie er es ausdrückt, bewältigt zu haben. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Autobiographie, Fiktion, Essay und trägt den schlichten und doch so gewichtigen Titel Herkunft. Ende Mai las der Schriftsteller in der Elberfelder CityKirche aus seinem aktuellen Buch.

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Geschichtliche Facetten des Feminismus

Von Sebastian Schulz

Feridun Zaimoglu verändert sich, sobald er liest. Die Stimme des aus Kiel kommenden Autors unterscheidet sich immens zur gesprochenen Version, wenn er die Seiten eines Buches aufschlägt und beginnt, die wortgewaltigen Sätze, welche aus seiner eigenen Feder entstammen, stimmlich zu verbalisieren. In der hallenden Elberfelder Citykirche mag das aufgrund der Akustik sein Übriges getan haben. Diese Begebenheiten sollten das zur Schau stellen, was von mancher Seite als „feminitisches Manifest“ bezeichnet wird.

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Das Erinnern nicht Vergessen: Lesung und Gespräch mit der Autorin Mirna Funk

Von Larissa Plath

Das Buchcover von Mirna Funks Debütroman Winternähe ziert eine Abbildung verschiedener, einander überlappender Texturen – darunter graue, harte Felsen, blauer, weich fließender Stoff und glänzendes Metall – vor einem hellblauen, wolkendurchzogenen Himmel. Eben diese Vielschichtigkeit ist es, die im Roman auf unterschiedliche Weise thematisiert wird, sei es mit Blick auf die Vergangenheit oder die Gegenwart der deutsch-jüdischen Geschichte. An einem Abend Ende Januar, zwei Tage nach dem ,Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust‘ lädt das Katholische Bildungswerk zu einer Lesung und einem Gespräch mit der Autorin ein.

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Jesus als Bindeglied? – Prof. Dr. Khorchide über die Wertung anderer Religionen im Koran

Von Ben Sulzbacher

Jesus – „die Menschwerdung Gottes“ – spielt für die Lehre des Christentums eine unverzichtbare Rolle. Auch im Koran gilt er als einer der bedeutendsten Propheten. Professor Mouhanad Khorchide hat es sich in den letzten Jahren zur Aufgabe gemacht, die Wertung anderer Religionen im Koran und insbesondere die der Figur Jesus zu untersuchen. Sein Fazit: Das Christentum und der Islam schließen sich nicht aus, sondern können einander in fruchtbarer Weise ergänzen.

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Jesus im Koran – Eine Auseinandersetzung mit Lesearten und historischem Kontext

Von Sebastian Schulz

Wenn Prof. Dr. Khorchide auf den Plakaten und Flyern zu lesen ist, kommen die Menschen scheinbar bereitwillig in großer Zahl, um Ihn zu hören. Der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hatte sich an einem Donnerstagabend in Barmen ein recht umstrittenes Thema vorgenommen, das sowohl Christen als auch Muslime entweder zu einem interreligiösen Dialog anregen kann oder je nach Auslegung Differenzen hervorruft: Jesus Christus als Prophet im Koran.

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Das Ende einer langen Reise – Ulrich Alexander Boschwitz’ Exilliteratur als literarische Wiederentdeckung

Von Larissa Plath

V.l.: Eugen Verenin und Peter Graf (Foto: Sebastian Schulz).

Mit diesem Roman schließt sich eine Lücke in der Literaturgeschichte: Erstmals im Jahre 1939 unter dem Pseudonym ‚John Crane‘ in England und ein Jahr später auch in den USA erschienen, gibt es Ulrich Alexander BoschwitzDer Reisende seit diesem Frühjahr nun endlich auch in deutschsprachiger Fassung zu lesen. Im Gedenken an die Novemberpogrome vor 80 Jahren und als Teil einer umfangreichen Veranstaltungsreihe zu diesem Thema bot das Katholische Bildungswerk in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge und der Buchhandlung v. Mackensen einen literarischen Abend rund um das nahezu in Vergessenheit geratene Werk des deutsch-jüdischen Schriftstellers – eine Möglichkeit, Boschwitz’ Roman (neu) zu entdecken.

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80 Jahre Novemberpogrome

Von Elena Daj

In der Nacht zum 10. November 1938 Jahren fand sie statt: die Reichspogromnacht, oder auch „Kristallnacht“ genannt. Juden im ganzen Deutschen Reich wurden überfallen, jüdische Läden und Wohnhäuser geplündert, Synagogen zerstört. Auch in Wuppertal brannten die zwei Synagogen, an der Genügsamkeitstraße in Elberfeld und an der Scheurenstraße (heute: Zur Scheuren) in Barmen. Anlässlich des traurigen Jubiläums organisierte die Begegnungsstätte Alte Synagoge eine thematisch ausgerichtete Veranstaltungsreihe. Ein Programmpunkt war auch die in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk durchgeführte Lesung zum Roman „Der Reisende“ vom deutsch-jüdischen Autor Ulrich Alexander Boschwitz.

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