Bildungswerk-Blog

Schlagwort: Finanzkapital

Gewohnheiten der Wachstumswirtschaft – Wohlstand in Zeiten von Klimawandel und fraglicher Nachhaltigkeit

Von Sebastian Schulz

Die Diskussion geht durch die Bevölkerung. Kann Wohlstand erhalten bleiben, wenn Nachhaltigkeit Vorrang bekommt? Nimmt mir jemand die Möglichkeit, einen PS-starken Wagen zu kaufen oder das Warenangebot eines globalisierten Kapitalismus zu genießen? Diese Fragen entstehen, wenn die Gewohnheit des Wachstumskapitalismus auf die Ressourcenknappheit unseres Planeten und Klimawandel trifft. Die Citykirche Elberfeld war aus diesem Grund auch voll besetzt, als Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Dr. Wolfgang Kessler sowie Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, ihre Thesen in Impulsvorträgen vortrugen.

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Literatur des Zwiespalts – Globale Umbrüche gegen Wohlstand

Von Sebastian Schulz

Der Wohlstand ist eine beiläufige Konstante. Zu dieser Erkenntnis könnte der Leser oder Zuhörer bei den neuesten literarischen Werken von Alexander Schimmelbusch, John Ironmonger und Ulrich Peltzer gelangen. Teilweise bewusst und unbewusst nehmen die Protagonisten aus den Romanen der Autoren die Zwiespältigkeit ihrer eigenen Lebensweise wahr, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass ihr gewohntes Leben eine Dystopie der Menschheit sein könnte. Eine Entwicklung, die das katholische Bildungswerk Wuppertal / Solingen / Remscheid in der zweiten Veranstaltungsreihe von „Über die Welt und Gott“ 2019 aufgreifen will.

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Individueller Wohlstand im Zeichen der Klimakrise – Die Flut steigt

Von Sebastian Schulz

Dystopie ist das Stichwort, wenn man sich mit den noch recht aktuellen Werken von Ulrich Peltzer, Alexander Schimmelbusch und John Ironmonger auseinandersetzt. Dass die utopischen und ideellen Gesellschaftsbilder des 20. Jahrhunderts zu Beginn des 21. in eine entgegen gerichtete Richtung umschlagen, rückt in literarischer Form in das Licht der kollektiven Aufmerksamkeit. Jakob van Hoddis Worte von 1911 „Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut“ im viertenVers seines Gedichtes „Weltende“ bekommen über einhundert Jahre später eine erschreckend treffende, neue Bedeutung.

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»Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut«. Von der Suche nach einem guten Leben

LEKTÜRESPUREN: »Das bessere Leben« von Ulrich Peltzer«, »Hochdeutschland« von Alexander Schimmelbusch und »Der Wal und der Ende der Welt« von John Ironmonger

Von Katja Schettler

Das Eis der Polarregionen schmilzt und lässt den Meeresspiegel ansteigen: im Zeitraum von 1993 bis 2011 im weltweiten Durchschnitt jährlich um mehr als drei Millimeter. Für Laien hört sich das wenig an. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn »mehr als drei Millimeter« ist etwa doppelt so schnell wie der Anstieg im 20. Jahrhundert. Die Folgen sind verheerend; Flutkatastrophen nehmen zu. Nicht nur fern von uns – zum Beispiel auf den Inseln der Tropen –, sondern auch in Europa, an deutschen Küsten: Auf der Insel Sylt muss jedes Jahr frischer Sand angebaggert werden, weil die Fluten die Insel abtragen. Klimaforscher sehen die Ursache hierfür in der globalen Erderwärmung – und diese sei größtenteils menschengemacht.

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