Bildungswerk-Blog

Schlagwort: Kreislauf (Seite 2 von 3)

Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen?

Von Nadine Wichmann

Hanya Yanagihara und der unendliche Schmerz

© 2017 Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag München

Täglich geschehen irgendwo auf der Welt traumatisierende Dinge. Krieg und Flucht sind heutzutage offensichtliche Gründe, doch es gibt immer noch genügend Menschen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Laut WHO-Statistik leidet allein in Europa jeder 15. an schweren Depressionen. 18 Millionen Kinder wurden sexuell missbraucht, 44 Millionen Kinder körperlich misshandelt.

Was das für das eigene Seelenheil bedeutet, lässt sich als Nichtbetroffener nicht einmal annähernd erahnen. Depressionen, Verdrängung, Selbstzerstörung – der unerträgliche Wunsch, seinem Leiden endlich ein Ende zu setzen. Dies alles existiert, aber oftmals wird darüber geschwiegen. Es sind noch immer Tabuthemen, auch in unserer heutigen liberalen Gesellschaft. Doch in Kunst, Film und Literatur finden sie einen Ort, an dem sie die Menschen erreichen können. Betroffene, die sich verstanden fühlen, die sehen, dass sie nicht allein sind. Menschen Lesen Sie weiter

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Druckfrisch empfohlen

Von Nadine Wichmann

Zehn literarische Highlights

Foto: Thomas Meyer

Das Bücherregal ist voll, aber Sie wissen nicht, mit welchem Buch Sie anfangen sollen? Weihnachten steht vor der Tür und Sie brauchen noch Geschenke für liebe Menschen, die gerne lesen? Gar kein Problem. Denis Scheck, Literaturkritiker der ARD, empfiehlt zum Glück auch außerhalb seiner Sendung „Druckfrisch“ Bücher. So auch an einem kalten Novemberabend in Wuppertal.

Der Veranstaltungsraum des Katholischen Bildungswerks Wuppertal ist gut gefüllt. Viele Besucher haben sich an diesem eisigen Lesen Sie weiter

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Die Unmöglichkeit des Erwachsenwerdens

Von Katia Marcucci

Ist der Prozess der Reife nur beim Käse oder auch beim Menschen erkennbar und wie sieht es mit dem Verfall aus? Diese und weitere Fragen greifen der Literaturkritiker Denis Scheck und die Ärztin Dr. Eva Gritzmann während der Lesung auf humorvolle Weise auf. Dabei beziehen sie sich auf ihr, im Jahr 2015 erschienenes, gemeinsames Werk „Solons Vermächtnis“ (Berlin Verlag 2015) und lassen die Zuhörer an einigen Textpassagen teilhaben. Lesen Sie weiter

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Die vielen Tode unseres Opas Jurek

von Sarah Werbelow

Die Hardcover Ausgabe umfasst 416 Seiten und ist im Original bei Rowohlt erschienen.
Erscheinungstermin: 28.08.2015
Erscheinungstermin Taschenbuch: 17.02.2017

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie oft Opa Jurek in Matthias Nawrats neuem Roman „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“ wirklich gestorben ist. Denn in seiner Geschichte geht es nicht nur um den Tod. Auch wenn die Erzählung nun einmal genau damit anfängt…

Der Titel dieses Romans macht auf jeden Fall schon mal neugierig darauf, was es denn mit diesem Opa Jurek auf sich hat. Wie kann es sein, dass er öfter als einmal stirbt? Die Tode des Opas Jurek sind vielseitiger Natur. Sie treten hervor aus einem Gefühl der Hilflosigkeit, der tiefen Angst und des Schreckens. Lesen Sie weiter

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Es passiert überall

Von Annika Birr

Ich denke, jeder kann hierzu ein Beispiel nennen, was man gesehen oder selber erlebt hat. Doch was passiert dann? Gehen Sie weiter, bleiben Sie stehen oder sagen Sie etwas? Wir sind geplagt von Unsicherheit, Ignoranz und sogar Angst in solchen Situationen. Die Rede ist von Rassismus. Im Alltag. Im Bus. Im Supermarkt.

Die sogenannte „Flüchtlingskrise“ in Europa prägt die Gesellschaft. Wir, als Indi­viduen, müssen uns im Klaren sein, dass jede helfende Hand, jedes nette Wort oder ein Lächeln, für den Gegenüberstehenden Hoffnung geben kann. Doch leider ist dies nur der Idealfall. Wir können uns nicht immer in die Lage des Anderen versetzen und verstehen, wie es ist, in den Schuhen eines anderen laufen zu müssen. Schon gar nicht, wenn diese Schuhe kaputt und durchgelaufen sind, sie den Sand der Wüste und das Salz des Mittelmeeres verschluckt haben Lesen Sie weiter

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Ein Dorf erinnert sich an Opa Jurek

Von Lara Ehlis

Foto: Literatur Biennale Wuppertal

In die behagliche Enge der Viertelbar haben sich die Zuhörer am Abend des 1. Juni vor dem Regen zurückgezogen, um Matthias Nawrat zu lauschen. Kurz vor Beginn der Lesung wird es so voll, dass noch einzelne Stühle in den Raum getragen werden. Im Rahmen der dritten „Wuppertaler Literatur Biennale“ und „Literatur im Viertel“ wird der Autor sich – unter dem Motto „Utopie Heimat“ – mit dem Journalisten und Redakteur Ulrich Hufen unterhalten und Einblicke in sein neues Werk gewähren. Lesen Sie weiter

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Hommage an die Jugend

Von Julia Wessel

Andreas Maier liest aus „Der Ort“

„Der Ort“. Der Ort, das ist die Wetterau, der Herkunftsort des Autors Andreas Maier. „Der Ort“ ist aber auch der vierte Teil des auf elf Bände angelegten Heimatzertrümmerungszyklus“, der nach „Das Zimmer“, „Das Haus“ und „Die Straße“ im letzten Jahr eine Fortsetzung erhielt.

Die freundlich helle Citykirche in der Wuppertaler Innenstadt beherbergt an einem Freitagabend während der stadteigenen Literatur Biennale unter dem passenden Motto Lesen Sie weiter

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In unserer Mitte – Erzählen, Schreiben, Erinnern

Von Sarah Werbelow

Das Meer. Ein Schiff. Menschen.
Wellen. Hände. Tote.
Tränen. Leid. Die Sonne.
Eine Ampel. Ein Auto. Familie. Zuhause.
Erinnerung.

Bereits beim Eintreten in den kleinen Saal des Theaters am Engelsgarten können die Gäste viele visuelle Eindrücke sammeln. Auf einer Leinwand wird ein Bild gezeigt. Nach und nach folgen weitere. Es ist eine Art Diashow. Am Ende sind es richtig viele Bilder. Gemalt wurden sie von Kindern und Jugendlichen, die bei der Schreibwerkstatt für syrische Flüchtlinge in Wuppertal, mitgemacht haben Lesen Sie weiter

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4 + 2 Türme – Die Wellen, das Didgeridoo und die Weisheit.

Von Sarah Werbelow

Türme im Dialog. Ein Wuppertaler Kunstprojekt II

„Schau mich mal an. […]
Was ist los? […]
Ich mache mir Sorgen um dich.“ – Kirchturm St. Antonius

Wünscht sich nicht jeder, dass sich ein anderer um ihn sorgt, wenn es ihm schlecht geht? Wenn einem die eigenen Gefühle verborgen bleiben, die Gedanken unklar sind. In einem solchen Moment wird der Mensch von einer grundlegenden Unsicherheit ergriffen, aus der er meist alleine nicht entkommen kann. Deshalb ist es gerade in Zeiten von Krisen umso wichtiger, diesen Sorgen und Unsicherheiten einmal auf den Grund zu gehen und sie gemeinsam zu betrachten. Und so hat sich am 15. Mai auch in Wuppertal Barmen eine kleine Gemeinschaft zusammen gefunden. Lesen Sie weiter

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Integration der Kulturen mit Kultur

Von Sebastian Schulz

Es sind Geschichten wie die eines Musikers, der sich dachte, Flüchtlingen das Spielen auf Musikinstrumenten zu zeigen. Aus anfangs zwei erahnten Flüchtlingen wurden schließlich fast 40. Vor allem die jungen Leute unter Flüchtlingen lechzen geradezu nach Teilhabe in kulturellen Bereichen oder sportlichen Angeboten.

Mit der „Qualifizierung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit“ sollen deswegen koordinierte Möglichkeiten erschlossen und aufgezeigt werden, um die Teilnahme von Flüchtlingen an Kultur und Freizeitgestaltung in Wuppertal zu ermöglichen. Ausgehend von der „Aktion neue Nachbarn“ des Erzbistums Köln Lesen Sie weiter

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