Bildungswerk-Blog

Schlagwort: Kreislauf (Seite 2 von 4)

Deutsch mal anders

Von Katia Marcucci

In geselliger Runde sitzen die Zuhörer mit Tomer Gardi und Matei Chihaia, Professor der Romanistik an der Bergischen Universität Wuppertal, in der Buchhandlung v. Mackensen. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, dem Autor ihre Fragen zu seinem Roman Broken German zu stellen. Mit seinem strahlenden und äußerst sympathischen Lächeln verzaubert Tomer die Gäste sofort. Trotz seiner leichten Aufregung hören alle gespannt zu. Um ein Verständnis für diesen Roman zu bekommen, muss einem bewusst werden, dass dieser kein gewöhnlicher ist. Der Sprachstil unterscheidet sich Lesen Sie weiter

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Laufen, Lernen, Lachen

Von Jana Turek

Mit der Rente fängt das Leben erst an? Ganz so ist es vielleicht nicht, aber der dritten Lebensphase fällt immer mehr Bedeutung zu. Der demografische Wandel verändert die Gesellschaft. Sie wird also immer älter. Umso wichtiger ist hier das „Wie“: Wie soll diese Lebensphase aussehen? Wie kann sie gestaltet werden? Als Vorsitzender der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.) geht Franz Müntefering diesen Fragen nach und möchte sie stärker in den Lesen Sie weiter

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Von dem Kontrollverlust über die Sprache

Von Nadine Wichmann

Tomer Gardi und sein Roman Broken German

Da sitzt er, Tomer Gardi, in seinem schwarzen Blouson mit Tiger-Print, mit seinem wilden Haar, dem Bart und seinem breiten Lachen. Nur etwa 30 Leute haben sich in der Buchhandlung v. Mackensen eingefunden, um die Lesung des Romans Broken German zu erleben. Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Matei Chihaia der Universität Wuppertal. Er eröffnet ihn mit der Ankündigung, dass dieser Abend dazu da sei, um das Buch UND den Autor kennenzulernen.

So richtig klappt das letzten Endes aber noch nicht.

Das Buch, ein experimenteller Roman, oder vielmehr eine Sammlung von Kurzgeschichten, die miteinander verknüpft sind, ist ein Krisenroman. Es geht um den jungen Immigranten Radili Lesen Sie weiter

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Heimat nirgendwo. »Die Welt von gestern«

Von Katja schettler

Zum 75. Todestag von Stefan Zweig

Foto: Olaf Schettler

Stefan Zweig war Kosmopolit und überzeugter Europäer. Geboren 1881 in Wien zählt er zu der Generation, die in einem Leben mehrfach radikale Umbrüche erfährt – oder wie Stefan Zweig in »Die Welt von gestern« formuliert: »vulkanische Erschütterungen« prägten sein Leben. Einer dieser Umbrüche und Erschütterungen ist der Verlust der Heimat, der Heimat in der deutschen Sprache und der europäischen Kultur. Dieser Verlust ist für ihn unwiderruflich. 1942 scheidet er gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte im Exil in Brasilien aus dem Leben. Lesen Sie weiter

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Superhelden

Von Katia Marcucci

Was heißt hier heldenhaft?

Foto: Gregor Eisenmann

Jeder kennt und liebt sie. Sie haben unfassbare Kräfte, retten Menschen und sorgen, mit ihrer Tapferkeit und Nächstenliebe, für den Glauben an die Gerechtigkeit. Silvia Munzón López und Marco Wohlwend greifen in ihrer Lesung „Heldenhaft angerührt“, im alten Bahnhofswartesaal Mirke, des heutigen Kunst- und Kulturbrennpunktes Utopiastadt, die Eigenschaften der Superhelden auf und zeigen anhand einiger Texte und Geschichten, wie auch ganz normale Menschen zu Heldentaten in der Lage sind. Lesen Sie weiter

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Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen?

Von Nadine Wichmann

Hanya Yanagihara und der unendliche Schmerz

© 2017 Hanser Berlin im Carl Hanser Verlag München

Täglich geschehen irgendwo auf der Welt traumatisierende Dinge. Krieg und Flucht sind heutzutage offensichtliche Gründe, doch es gibt immer noch genügend Menschen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Laut WHO-Statistik leidet allein in Europa jeder 15. an schweren Depressionen. 18 Millionen Kinder wurden sexuell missbraucht, 44 Millionen Kinder körperlich misshandelt.

Was das für das eigene Seelenheil bedeutet, lässt sich als Nichtbetroffener nicht einmal annähernd erahnen. Depressionen, Verdrängung, Selbstzerstörung – der unerträgliche Wunsch, seinem Leiden endlich ein Ende zu setzen. Dies alles existiert, aber oftmals wird darüber geschwiegen. Es sind noch immer Tabuthemen, auch in unserer heutigen liberalen Gesellschaft. Doch in Kunst, Film und Literatur finden sie einen Ort, an dem sie die Menschen erreichen können. Betroffene, die sich verstanden fühlen, die sehen, dass sie nicht allein sind. Menschen Lesen Sie weiter

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Druckfrisch empfohlen

Von Nadine Wichmann

Zehn literarische Highlights

Foto: Thomas Meyer

Das Bücherregal ist voll, aber Sie wissen nicht, mit welchem Buch Sie anfangen sollen? Weihnachten steht vor der Tür und Sie brauchen noch Geschenke für liebe Menschen, die gerne lesen? Gar kein Problem. Denis Scheck, Literaturkritiker der ARD, empfiehlt zum Glück auch außerhalb seiner Sendung „Druckfrisch“ Bücher. So auch an einem kalten Novemberabend in Wuppertal.

Der Veranstaltungsraum des Katholischen Bildungswerks Wuppertal ist gut gefüllt. Viele Besucher haben sich an diesem eisigen Lesen Sie weiter

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Die Unmöglichkeit des Erwachsenwerdens

Von Katia Marcucci

Ist der Prozess der Reife nur beim Käse oder auch beim Menschen erkennbar und wie sieht es mit dem Verfall aus? Diese und weitere Fragen greifen der Literaturkritiker Denis Scheck und die Ärztin Dr. Eva Gritzmann während der Lesung auf humorvolle Weise auf. Dabei beziehen sie sich auf ihr, im Jahr 2015 erschienenes, gemeinsames Werk „Solons Vermächtnis“ (Berlin Verlag 2015) und lassen die Zuhörer an einigen Textpassagen teilhaben. Lesen Sie weiter

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Die vielen Tode unseres Opas Jurek

von Sarah Werbelow

Die Hardcover Ausgabe umfasst 416 Seiten und ist im Original bei Rowohlt erschienen.
Erscheinungstermin: 28.08.2015
Erscheinungstermin Taschenbuch: 17.02.2017

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie oft Opa Jurek in Matthias Nawrats neuem Roman „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“ wirklich gestorben ist. Denn in seiner Geschichte geht es nicht nur um den Tod. Auch wenn die Erzählung nun einmal genau damit anfängt…

Der Titel dieses Romans macht auf jeden Fall schon mal neugierig darauf, was es denn mit diesem Opa Jurek auf sich hat. Wie kann es sein, dass er öfter als einmal stirbt? Die Tode des Opas Jurek sind vielseitiger Natur. Sie treten hervor aus einem Gefühl der Hilflosigkeit, der tiefen Angst und des Schreckens. Lesen Sie weiter

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Es passiert überall

Von Annika Birr

Ich denke, jeder kann hierzu ein Beispiel nennen, was man gesehen oder selber erlebt hat. Doch was passiert dann? Gehen Sie weiter, bleiben Sie stehen oder sagen Sie etwas? Wir sind geplagt von Unsicherheit, Ignoranz und sogar Angst in solchen Situationen. Die Rede ist von Rassismus. Im Alltag. Im Bus. Im Supermarkt.

Die sogenannte „Flüchtlingskrise“ in Europa prägt die Gesellschaft. Wir, als Indi­viduen, müssen uns im Klaren sein, dass jede helfende Hand, jedes nette Wort oder ein Lächeln, für den Gegenüberstehenden Hoffnung geben kann. Doch leider ist dies nur der Idealfall. Wir können uns nicht immer in die Lage des Anderen versetzen und verstehen, wie es ist, in den Schuhen eines anderen laufen zu müssen. Schon gar nicht, wenn diese Schuhe kaputt und durchgelaufen sind, sie den Sand der Wüste und das Salz des Mittelmeeres verschluckt haben Lesen Sie weiter

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