Bildungswerk-Blog

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»Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut«. Von der Suche nach einem guten Leben

LEKTÜRESPUREN: »Das bessere Leben« von Ulrich Peltzer«, »Hochdeutschland« von Alexander Schimmelbusch und »Der Wal und der Ende der Welt« von John Ironmonger

Von Katja Schettler

Das Eis der Polarregionen schmilzt und lässt den Meeresspiegel ansteigen: im Zeitraum von 1993 bis 2011 im weltweiten Durchschnitt jährlich um mehr als drei Millimeter. Für Laien hört sich das wenig an. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn »mehr als drei Millimeter« ist etwa doppelt so schnell wie der Anstieg im 20. Jahrhundert. Die Folgen sind verheerend; Flutkatastrophen nehmen zu. Nicht nur fern von uns – zum Beispiel auf den Inseln der Tropen –, sondern auch in Europa, an deutschen Küsten: Auf der Insel Sylt muss jedes Jahr frischer Sand angebaggert werden, weil die Fluten die Insel abtragen. Klimaforscher sehen die Ursache hierfür in der globalen Erderwärmung – und diese sei größtenteils menschengemacht.

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Eine klangvolle Zeitreise: 90 Jahre Berlin Alexanderplatz

Von Larissa Plath

„Ein Klassiker ist ein Buch, das die Leute loben, aber nicht lesen“, sagte einst der amerikanische Schriftsteller Mark Twain. Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz ist so ein Klassiker: Man weiß ihn grob in die literarische Moderne einzuordnen, kennt den eigentümlichen Protagonisten Franz Biberkopf – aber wer hat das mehr als 500 Seiten starke Werk tatsächlich gelesen? Dass es sich lohnt, Döblins Roman nicht nur zu loben, sondern „die Geschichte vom Franz Biberkopf“, so der Untertitel, von Anfang bis Ende zu verfolgen, bewies eine klangvolle Darbietung aus Lesung und Musik im Katholischen Stadthaus.

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Geschichtliche Facetten des Feminismus

Von Sebastian Schulz

Feridun Zaimoglu verändert sich, sobald er liest. Die Stimme des aus Kiel kommenden Autors unterscheidet sich immens zur gesprochenen Version, wenn er die Seiten eines Buches aufschlägt und beginnt, die wortgewaltigen Sätze, welche aus seiner eigenen Feder entstammen, stimmlich zu verbalisieren. In der hallenden Elberfelder Citykirche mag das aufgrund der Akustik sein Übriges getan haben. Diese Begebenheiten sollten das zur Schau stellen, was von mancher Seite als „feminitisches Manifest“ bezeichnet wird.

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Mutter, Gott und Ich – Michael Stavarič las im Luisenviertel

Von Janina Zogass

Anlässlich der Wuppertaler Literatur Biennale hat es den österreichisch-tschechischen Schriftsteller Michael Stavarič Mitte Mai von seiner Wahlheimat Wien ins bald 1000 Kilometer entfernte Wuppertal verschlagen: „Ja – eine richtige Weltreise war das!“, ruft der studierte Publizist und Kommunikationswissenschaftler aus und ist sichtlich erleichtert, dass er jetzt angekommen ist: In Wuppertal. Im Luisenviertel. In der Viertelbar, einer Studentenkneipe par exellence, wo er nun bei schummrigem Licht und vor einer Wand, patinagrün, vor ihm ein volles Glas Weißwein, aus seinem neusten Roman Gotland vorlesen wird. In der Ecke steht der Kicker. Nach einer kurzen Begrüßung und thematischen Einführung durch Dr. Katja Schettler vom Katholischen Bildungswerk beginnt die Lesung.

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„Ist die Welt, so wie sie ist, gut?“

Von Sebastian Schulz

V.l.: Katja Schettler (Katholisches Bildungswerk), Autor Jonas Lüscher, Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels (Bild: Sebastian Schulz).

„Das ist es, was mich an Figuren interessiert: diese Zerrissenheit, diese Ambivalenzen und eben auch ihre Schwächen“. So beschrieb der Schweizer Autor Jonas Lüscher die Herangehensweise an sein Buch „Kraft“ von 2017. Anlässlich der nun zu Ende gegangenen Wuppertaler Literatur Biennale stellte sich Jonas Lüscher der Zuhörerschaft im Katholischen Stadthaus Wuppertal. Und es stimmt, was die Süddeutsche Zeitung im Februar 2017 schrieb: „so wohltuend ist der Laserblick eines Jonas Lüscher, der unsere Gegenwart mit einem eisigen Sengstrahl analysiert“.

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Who is afraid of Virginia Woolf?

Schriftstellerin – Feministin – Ikone

von Wiebke martens

Die Frage ‚Wer Angst vor Virginia Woolf hat‘ stellt ursprünglich den Titel eines bekannten Theaterstücks von Edward Albee dar, in dem die namensgebende Schriftstellerin aber gar nicht vorkommt. Lesen Sie weiter

Friedrich-Ebert-Straße

Villen, Fabriken und der große Aufstieg

von katia marcucci

In einer gemütlichen kleinen Runde sitzen Ende November die Senioren in der Altentagesstätte St. Mariä Empfängnis in Wuppertal Vohwinkel und freuen sich über neuen Besuch, den sie herzlich empfangen können. Lesen Sie weiter

Eine „starke“ Lesung

Mechthild Großmann überzeugt in der Universitätsbibliothek

von janina zogass

Rund 200 Zuschauer und Zuhörer lauschten der Theater- und Filmschauspielerin Mechthild Großmann, als sie vergangenen Donnerstag in der Wuppertaler Universitätsbibliothek Auszüge aus Dorothy Parkers „Eine starke Blondine“ zum Besten gab. Ihre charakteristische Reibeisenstimme war dabei aber nicht das einzige, wodurch sich die 68-Jährige in besonderer Weise hervortat: Unter Einbezug ihrer ganz eigenen eigentümlichen Mimik und Gestik Lesen Sie weiter

Das Mädchen im Strom

Autorenlesung mit Sabine Bode: Das Mädchen im Strom (Klett-Cotta 2017)

photo@marijanmurat.com

von caroline köhler

Sabine Bode, durch ihre Sachbücher zu Kriegstraumata und den psychischen Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf die Nachkriegsgeneration der Kinder und Enkel einem größeren Publikum bekannt geworden, legt nun mit Das Mädchen im Strom (Klett-Cotta 2017) ihr Romandebüt vor und setzt sich erneut thematisch mit dem Zweiten Weltkrieg auseinander. Lesen Sie weiter

Maria Magdalena – eine missverstandene Ikone

©pixabay

von Katia Marcucci

Frauen sind bekanntlich das schwächere Geschlecht und wurden zu Zeiten nach Christi als Begründung des Sündenfalls genutzt. Doch war das Christentum wirklich so frauenfeindlich? Haben Frauen eine so schlechte Position? Maria Magdalena spielt in diesem Beitrag eine wichtige Rolle, denn diese oft fehlinterpretierte Dame sagt einiges über das weibliche Geschlecht aus. Lesen Sie weiter

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