Bildungswerk-Blog

Schlagwort: Mangel (Seite 2 von 3)

Die Unmöglichkeit des Erwachsenwerdens

Von Katia Marcucci

Ist der Prozess der Reife nur beim Käse oder auch beim Menschen erkennbar und wie sieht es mit dem Verfall aus? Diese und weitere Fragen greifen der Literaturkritiker Denis Scheck und die Ärztin Dr. Eva Gritzmann während der Lesung auf humorvolle Weise auf. Dabei beziehen sie sich auf ihr, im Jahr 2015 erschienenes, gemeinsames Werk „Solons Vermächtnis“ (Berlin Verlag 2015) und lassen die Zuhörer an einigen Textpassagen teilhaben. Lesen Sie weiter

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Die Nürnberger Prozesse

Von Sebastian Schulz

Die Aufarbeitung läuft

Sowohl die Nürnberger Prozesse als auch die Nachfolgeprozesse sind eine tiefe Auseinandersetzung mit einem verbrecherischen Teil der deutschen Vergangenheit. Doch die tatsächliche Aufarbeitung gerade in der Justiz ist noch eher jung. Professor Dr. Norbert Frei von der Universität Jena legte im Zuge einer Veranstaltungsreihe zu den Nürnberger Prozessen in Wuppertal eine umfangreiche Übersicht über Daten und Ergebnisse der Prozesse vor. Lesen Sie weiter

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Durch die Wand

Von Sebastian Schulz

Die Juristin Nizaqete Bislimi beschreibt in ihrem Buch „Durch die Wand“ ihre Erfahrungen zur Flucht aus dem Kosovo und den Neuanfang in Deutschland. In der am 19. September stattgefundenen Lesung sollte mit begleitenden Erklärungen der Autorin der Weg beschrieben werden, den ein junges Mädchen als Angehörige einer Minderheit in der neuen Heimat begann. Es sind Ausschnitte aus ihrem Buch, die Nizaqete Bislimi vorliest. Beginnend mit frühen Jugenderfahrungen Lesen Sie weiter

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Leben auf Augenhöhe – Nizaqete Bislimi

Von Katja Schettler

Ein widersprüchliches Land

„Ich habe es nicht mithilfe des deutschen Staates geschafft, sondern durch meine eigene Kraft. Und doch weiß ich: Was ich heute hier habe, hätte ich im Kosovo niemals erreicht.“ Diese Feststellung von Nizaqete Bislimi in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt vom 6. Oktober 2015 ist in Hinblick auf das Selbstverständnis der Deutschen als eine Gesellschaft, die Integration fordern und fördern will, ernüchternd. Oder zugespitzt formuliert: Um in Deutschland anzukommen, sich sowohl beruflich als auch privat eine Existenz aufzubauen, sollte man nicht zu der Gruppe von Menschen gehören, die in öffentlichen bis populistisch geführten Debatten als „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder „Armutsmigranten“ bezeichnet werden. Diese Feststellung von Nizaqete Bislimi ist auch dahingehend ernüchternd Lesen Sie weiter

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Ein Dorf erinnert sich an Opa Jurek

Von Lara Ehlis

Foto: Literatur Biennale Wuppertal

In die behagliche Enge der Viertelbar haben sich die Zuhörer am Abend des 1. Juni vor dem Regen zurückgezogen, um Matthias Nawrat zu lauschen. Kurz vor Beginn der Lesung wird es so voll, dass noch einzelne Stühle in den Raum getragen werden. Im Rahmen der dritten „Wuppertaler Literatur Biennale“ und „Literatur im Viertel“ wird der Autor sich – unter dem Motto „Utopie Heimat“ – mit dem Journalisten und Redakteur Ulrich Hufen unterhalten und Einblicke in sein neues Werk gewähren. Lesen Sie weiter

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„Wir morden nicht. Das machen nur Ausländer!“

Von Sebastian Schulz

Die Silvesternacht wirft ihre Schatten. Flüchtlinge gelten inzwischen für viele Menschen in Deutschland als kriminell veranlagt. Doch woher stammt dieses Stigma und wie viel Wahrheit steckt dahinter?

Übergriffe, Diebstahl und Einbrüche. Seit der Kölner Silvesternacht gibt es eine ganze Fülle von Delikten, die man Flüchtlingen und auch schlicht Ausländern andichtet. Doch diese Art von schnellen Urteilen gibt es nicht erst seit den Vorfällen in Köln zu Anfang des Jahres. Das Thema hat durch Köln und auch die Vorfälle in Stuttgart und Hamburg einen enormen Aufschwung erhalten. Gerade den national ausgerichteten Gruppierungen spielt das in die Hände. Aber gibt es eine erhöhte Kriminalitätsrate unter Flüchtlingen und Asylanten? Lesen Sie weiter

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Vertreibung aus dem Paradies

Von Katja Schettler

Andreas Maier – Versuch einer Annäherung

Foto: Jürgen Bauer

Heimat ist ein Nicht-Ort

Im Herbst letzten Jahres erschien der vierte Teil der „großartigen Erinnerungssage“ von Andreas Maier. „Der Ort“ (Suhrkamp 2015) lautet der Titel der Fortsetzung dieser lebenslangen erzählerischen Ortsumgehung über die Wetterau, die Kindheit und Jugend des Autors in Hessen. 1967 in der Wetterau in Hessen geboren, verwehrt sich Andreas Maier in seinen Frankfurter Poetikvorlesungen (Suhrkamp 2006) gegen thematische Zuschreibungen und Kategorisierungen seiner Texte. Materiale Lesarten sind das für ihn, die lediglich an der Oberfläche der Bücher verbleiben Lesen Sie weiter

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Gezeichnete Persönlichkeiten

Von Lara Ehlis

Jaroslav Rudiš betritt an einem Dienstagabend im März die Wuppertaler Buchhandlung v. Mackensen. Was folgt, ist ein anderthalbstündiges Crossover aus Lesung und Gespräch zwischen dem Moderator Dirk Domin und dem Autor Rudiš selbst. Vorgestellt und besprochen wird sein im Luchterhand Verlag ins Deutsche übersetze Roman „Nationalstraße“. Die Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel „Národní T?ída“ bei Labyrint in Prag.

„Nationalstraße“ ist ein Monolog eines Schlägertyps. Wir hören die Stimme von Vandam, von seinen Erlebnissen rund um seine Plattenbausiedlung und die Stammkneipe Severka, Polarstern, in der Nordstadt Prags. Vandam ist radikal Lesen Sie weiter

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Wer darf bleiben?

Von Katja Schettler

Asylrecht und Aufnahmegesellschaft

Im April hat der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration sein diesjähriges Integrationsbarometer veröffentlicht. Befragt wurden Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu ihren Einstellungen zu folgenden drei Themenblöcken: Integration von Geflüchteten, Unterbringung in der eigenen Wohngegend und Gefahren für den Wohlstand in Deutschland. Mehr als 90% der Interviewten sprachen sich für einen möglichst schnellen Zugang aller Geflüchteten zu Integrationsangeboten aus. Dies ist insofern interessant, als bislang nur anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerber mit „guter Bleibeperspektive“ z.B. an Integrationskursen teilnehmen können. Ebenfalls interessant ist, dass die Angst vor wirtschaftlichen Belastungen durch Lesen Sie weiter

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Verlust und Heimat

Von Marajka Parplies

Ich verspürte neulich den Drang, meinen Kleiderschrank aufzuräumen. Alles auf neu, alles ordentlich, ausmisten für den Seelenfrieden. Ich räumte also kräftig aus und um. Ich nahm Teil für Teil raus und hielt plötzlich inne. In meinen Händen befand sich ein Oberteil, was ich beim ersten Rendezvous vor zwölf Jahren mit meinem Mann trug. Inzwischen natürlich viel zu klein, nicht altersgemäß und somit nicht mehr meinem heutigen Kleidungsstil entsprechend. Neben mir stand eine Tüte für ausrangierte Sachen. Ich schwelgte in Erinnerungen, zeigte es meinem Mann, der es sofort erkannte und lief damit eine Weile durch die Wohnung. Kurzum: Ich werde es wahrscheinlich nie wieder anziehen Lesen Sie weiter

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